Das richtige Fresschen für den Hund

Trocken oder nass, roh oder gekocht – es gibt viele Möglichkeiten, den Vierbeiner zu ernähren. Im Fachgeschäft stehen Frauchen und Herrchen vor einem riesen Sortiment Tiernahrung, von dem jedes einzelne behauptet, es sei das Beste. Klar, jeder Futterhersteller will seine Produkte an den Mann, äh Hund bringen. Ob sich aber jedes Futter eignet, ist eine ganz andere Frage. Wir versuchen nun, artgerechter Ernährung für Bello und Co auf die Spur zu kommen.

Die Ernährung ist wichtig. Sie unterstützt die Gesundheit und damit letztendlich ein langes Leben. Dafür ist es notwendig, ein Auge auf das zu haben, was wir uns und unserem felligen Freund zu futtern geben. Köstlichkeiten für den Menschen eignen sich in der Regel nicht als Hundemahlzeit und umgekehrt.

So müssen Frauchen und Herrchen gleich einsehen: Fifi und Hasso finden Sachen lecker, vor denen wir selbst mehr als zurückschrecken, sei es vor ihrer Optik, sei es vor ihrem Geruch. Das heißt, der Mensch kann seine Maßstäbe an ein delikates Essen nicht auf Vierbeinernahrung übertragen.

Sich das bewußt zu machen, ist nicht unerheblich, funktionieren doch viele Futtersorten genau deshalb, weil sie den zweibeinigen Käufer mit Namen und Design ansprechen. Steht auf der Dose „Festtagsschmaus mit Gans, Kartoffeln und Gemüse“, verkauft sich das selbstverständlich besser, als hieße das Futter „Gemüsemus mit Krallen und Haut von Tieren“.

Bei der Suche nach einer optimalen Ernährung müssen sich Hundehalter zunächst einmal die Bedürfnisse des Hundes vor Augen führen. Vierbeiner sind Fleisch-, bzw. Beutetierfresser. Wirft der Interessierte einen Blick auf Futterzusammensetzungen, stößt  er meistens vor allem auf einen großen Anteil Gemüse, Getreide oder Weizen. Da ist die Frage gestattet, was diese Zutaten in einem Hundefutter zu suchen haben, in einem Futter für einen Fleischfresser und nicht für Kuh oder Pferd.

Weiter befindet sich im herkömmlichen Futter wenig Fleisch, dessen Qualität außerdem in der Regel  zu wünschen übrig läßt. Denn oft sind nur tierische Nebenerzeugnisse und Mehle enthalten,* und die sind, es läßt sich nicht anders formulieren, das Allerletzte.

Was aber ist denn nun gut und wichtig für die Ernährung von Hunden? Da wäre zunächst einmal der Rohascheanteil im Futter, der Auskunft über die enthaltenen Mineralstoffe gibt. Sein Wert sollte 4% nicht überschreiten, da sich Übermengen an Mineralien im Körper und an den Zähnen ablagern, weil sie nur schwer wieder ausgeschieden werden können. Auf diese Weise entstehen beispielsweise Zahnbeläge.

Vitamine sind gut und zwar wenn sie natürlich sind. Dem Futter zugesetzte Vitamine sind es meistens nicht. Vitamin A, C und E, die häufig auf Deklarationen zu lesen sind, sind sogenannte Antioxidantionen, fangen freie Radikale ein und fungieren überwiegend als Konservierungsstoff. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe haben im Futter für unsere Fellnasen nichts zu suchen.

Zu Trockenfutter sind die Meinungen geteilt, der eine lobt die Vielfalt guter Zutaten und die damit einfache Fütterung, der andere verweist auf möglicherweise vorhandene Milben, lange Verdauungszeiten und die damit verbundene Belastung der Verdauungsorgane sowie auf den Wasserentzug, der mit einer Trockenfutterernährung einhergeht und einen zusätzlichen Wasserbedarf von etwa 1 Liter pro 20 Kilo Körpergewicht bedeutet.

Kochen für den Vierbeiner – das dürfte ein optimaler Weg zu einer idealen Ernährung sein, denn Frauchen und Herrchen wissen, was sie verarbeiten, die Mahlzeit ist frisch und voll guter Zutaten. Die Zeit dazu fehlt allerdings sicher vielen. Im Handel gibt es neben ungenügenden bis sehr schlechten Produkten auch hochwertige Hundenahrung, die viel Fleisch, wichtige Vitamine und Proteine enthält. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird fündig werden, sogar ohne finanzielle Verausgabung.

*siehe auch unser Blog-Beitrag zu „Deklarationen auf Hundefutter“

 

Quellen:
http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/artgerechte-hundeernaehrung-311912.php
http://www.stadthunde.com/magazin/ernaehrung/artgerechtfuettern.html
http://www.hundeboard.com/ernaehrung-f5/artgerechte-hundeernaehrung-147/

 

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