Mit Hund auf Flugreise

Eine längere Reise oder ein Aufenthalt in einem entfernten Land steht an. Und Fifi soll dabei sein. Die Entfernung erfordert eine Flugreise. Leider überschreitet aber Fifis Gewicht und Größe die Angaben der Fluggesellschaft, um in der Flugkabine mitreisen zu dürfen. Nun bleibt nur der Frachtraum, und hier kommt so gar keine Reisestimmung auf.

Am besten dürfte es wohl sein, seinem Vierbeiner einen Flug zu ersparen. Möglicherweise sind Freunde, Familie oder Bekannte bereit, den felligen Freund in Pflege zu nehmen und ein Obdach zu geben. Allerdings gibt es Reisegründe, beispielsweise ein längerer Auslandsaufenthalt, bei dem es wünschenswert ist, den Hund dabei zu haben. Wer möchte schon seine Fellnase ein Jahr oder länger in fremder Obhut wissen?

Die Flugreise ist und bleibt jedoch eine Herausforderung, sowohl für den Zwei- als auch für den Vierbeiner. Das kleine Exemplar hat Glück und kann in einer Flugtasche bei Frauchen oder Herrchen in der Kabine sein. Der größere oder schwerere Vierbeiner dagegen muss in eine Transportbox in den Frachtraum, und das bedeutet Stress. Den Hundebesitzer kostet es Überwindung, sein Tier diesen Bedingungen auszusetzen, und Wuffi muss sie erdulden.

Konkret bedeutet das: Der Hund wird in der Box über das Förderband mit anderem Frachtgut in das Flugzeug transportiert. Dabei ist er ganz allein. Der Kerosingeruch und der Lärm sind belastend. Hinzu kommt, dass es im Frachtraum kalt ist.
Daneben muss der Vierbeiner mit einer bestimmten Menge Wasser und Futter auskommen und hat keine Möglichkeit, sein Geschäft wie sonst zu verrichten.
Besonders aber dürfte Hund und Halter gleichermaßen beunruhigen, dass sich die Fellnase in einer fremden, unfreundlichen Umgebung aufhält und dabei weder bekannte Geräusche noch Stimmen oder gar Gesichter wahrnimmt, die tröstend zur Seite stehen können. Auf den Punkt gebracht: Der Vierbeiner muss das ganze allein durchstehen.

Neben der Erduldung dieser wirklich schlechten Reisebedingungen fürchtet der Zweibeiner weiteres. Denn ab und an hört man, dass Hunde in der falschen Maschine landeten oder im schlimmsten Fall die Flugreise nicht überlebt haben, beispielsweise weil sie stundenlang bei sengender Hitze auf einem Rollfeld auf die Verladung warten mußten.

Ein Alptraum!
Wir haben einige Ratschläge gesammelt, um den Flug bestmöglich planen und gestalten zu können:

Sinnvoll ist es, mit einer Fluggesellschaft zu reisen, die tierfreundlich ist. Das heißt, eine Fluggesellschaft zu wählen, die sich der besonderen Problematik bewußt ist und bessere Reisebedingungen für Tiere geschaffen hat. Die Lufthansa zum Beispiel hat viel Erfahrung mit dem Thema und befördert etwa 12.000 Hunde jährlich. Auf dem Frankfurter Flughafen hat die Gesellschaft eine „Animal Lounge“ eingerichtet, in der Tierpfleger und -ärzte ihren Dienst versehen.
Natürlich läßt sich die Lufthansa dieses Angebot bezahlen und zwar nicht zu knapp.
Günstiger ist dagegen Airberlin, die einen großen Vierbeiner für ungefähr 120 Euro mitnimmt. Das ist möglicherweise der Grund dafür, warum die Fluggesellschaft es auf rund 90.000 beförderte Tiere pro Jahr bringt.

Entscheide Dich für einen Nonstop-Flug. Zwischenaufenthalte, Aussteigen und Umladen bedeuten zusätzlichen Stress und erhöhen die Gefahr, dass der vierbeinige Liebling im falschen Flieger landet.
Der Aufenthalt in der Box, die frühzeitig gekauft werden sollte, kann geübt werden. So kann sich der Vierbeiner sowohl an sie als auch an das Eingesperrtsein ein wenig gewöhnen.

An die Box sollte ein Zettel mit mehreren Informationen angebracht werden: Name des Tieres, Adresse, Futteranweisungen usw. Das Lieblingsleckerchen, das bevorzugte Spielzeug und ein Gegenstand, der nach Frauchen oder Herrchen riecht, läßt sich in der Box platzieren. Auch ein Gespräch mit dem Tierarzt über ein mögliches Beruhigungs- oder Schlafmedikament erscheint sinnvoll, vielleicht hat der Mediziner eine gute Idee, um dem Vierbeiner die Reise zu erleichtern.

Es ist gestattet, die Box mit Decken und Kissen auszupolstern, was empfehlenswert ist, damit der Hund im kalten Frachtraum nicht auskühlt.
Vor Reiseantritt wird Bello am besten nur mit einer leichten Mahlzeit gefüttert. Danach ist ein längerer Spaziergang gut, bei dem sich die Fellnase mehrmals lösen kann. In die Box sollte eine saugfähige Unterlage gelegt werden, denn früher oder später muss der Vierbeiner nunmal, gerade bei einer langen Flugzeit.

Generell denken wir, dass es richtig ist, seinem Hund keine Flugreise zuzumuten. Ist es aber unumgänglich, empfiehlt es sich, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, um dem felligen Freund die Reise so angenehm wie nur möglich zu gestalten.

 

Quellen:
http://www.geo.de/GEO/reisen/reisewissen/65676.html
http://www.ferien-mit-hund.de/fliegen-mit-hund.html
http://www.lufthansa.com/de/de/Tiere
http://www.airberlin.com/site/flug_gepaeck_luggage.php#btieren
http://itunes.apple.com/de/app/hund-reise/id395134902?mt=8

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3 Antworten auf Mit Hund auf Flugreise

  1. Cornelia sagt:

    Vielen Dank für die guten Tipps! Ich habe mich schon öfter gefragt, wie so eine Flugreise mit Hund wohl ist.

  2. Annett sagt:

    Eine sehr schöne und gut recherchierte Zusammenfassung. Aber warum so negativ?
    Ich selbst fliege seit Jahren mit meinem Hund in den Urlaub. Und das ist für den Hund bei guter Vorbereitung nicht halb so traumatisch, wie es allgemein angenommen bzw. dargestellt wird!
    Man muß seinen Hund vor dem Flug bei der Fluggesellschaft anmelden. Beim Einchecken geht dann eine Info an die Besatzung und der Frachtraum wird vorgeheizt. Es ist also nicht eiskalt!
    Der (größere) Hund wird samt Box am Sperrgepäckschalter abgegeben. Ich mache das so spät wie möglich, so vermeide ich, dass mein Hund stundenlang auf dem Rollfeld steht.
    Natürlich freut sich mein Hund, mich wiederzusehen und aus der Box zu dürfen, aber er geht noch am gleichen Abend freiwillg (!) wieder zum Schlafen in die gleiche Box. Ganz ohne Angst und Trauma.

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