Zum vierbeinigen Alter

Früher hieß es, multipliziere das Alter Deines Hundes mit 7, und das Ergebnis ist das Alter in Menschenjahren. Das würde beispielsweise bedeuten, ein dreijähriger Vierbeiner ist umgerechnet 21 Menschenjahre alt. Doch was bringt mir als Frauchen oder Herrchen eigentlich dieser Wert?

Mein Hund ist also 35 Menschenjahre alt, damit sind wir fast gleich alt. Mein Resümee dazu ist: na und? Zum einen ist Alter ein relativer Wert. Das beobachten wir täglich. Der eine ist 49 und benimmt sich höchstens wie 12, die andere ist 25 und redet wie eine 80jährige.

Hund bleibt Hund, ob nun in einem Alter von 4 Hundejahren oder 28 Menschenjahren. Unsere felligen Freunde durchleben eine andere Entwicklung und sind schlicht einfach nicht mit uns Zweibeinern vergleichbar.

Dennoch bleibt das Alter eine interessante Größe, auf einer anderen Ebene. Denn je nach Alter von Fifi oder Hasso muss Frauchen oder Herrchen Futter, Spaziergänge, Toben, also das tägliche Miteinander unterschiedlich betrachten. Das Alter bestimmt über Potentiale und Zumutbarkeiten, über sportliche und geistige Ausdauer. Ein zweijähriger Vierbeiner kann und muss anders behandelt werden als ein 15jähriger. Dabei ist auch bei Bello und Co das Alter ein relativer Wert und bedeutet verschiedene Zustände. Biologisches Alter differiert eben vom tatsächlichen Alter.

Ungefähre Richtwerte für den Eintritt in das Seniorenalter ist bei kleinen Rassen ein Alter von acht Jahren, bei mittelgroßen Rassen sieben Jahre und bei großen Rassen sechs Jahre. Ab diesem Zeitpunkt könnte also Wuffi eine Art Rentner sein.

Andere Merkmale helfen, den „alten“ Vierbeiner zu erkennen. Abnehmende Anpassungsfähigkeit, höhere Krankheitsanfälligkeit, eingeschränkte Immunreaktion, Funktionseinschränkung verschiedener Organsysteme, weniger körperliche Aktivität, höhere Körperfettgehalte und die Umstellung des Hormonsystems sind für Frauchen und Herrchen wahrnehmbare Anzeichen von Alterung. Sie zu beobachten und einordnen zu können, ist wichtig für den folgenden Umgang mit dem Tier.

Dazu gehört möglicherweise eine Umstellung der Ernährung, da ältere Hunde zu Gewichtszunahme oder aber -abnahme neigen. Da sich außerdem der Nährstoffbedarf und das Immunsystem verändern, sollte eine Futterumstellung in Betracht gezogen werden. Der beste Weg dürfte das Gespräch mit dem Tierarzt sein, der sicher hilfreiche Tipps inpetto hat.

Spaziergänge, für die begehbare Gelände gewählt werden, lassen sich verkürzen. Die Zeit der Abenteuer muss nicht vorbei sein, aber manches kann für den Vierbeiner so bequem wie möglich gestaltet werden, damit er sich nicht überanstrengt. Der regelmäßige Besuch des Veterinär ist vernünftig, so können Veränderungen oder Krankheiten schnell erkannt und nötige Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Der fellige Freund wird älter, das ist der Lauf der Welt und läßt sich nicht ändern. Aber wie unser Hund alt wird, wie es ihm geht, können wir durchaus beeinflussen, zumindest in Hinblick auf seine Lebensumstände und die Situation, die wir für sein Dasein schaffen. Dadurch kann unser Vierbeiner in Würde und artgerecht altern.

Quellen:
http://www.dogspot.de/hunde-gesundheit/meradog-special/senioren/
http://www.tierarzt-raab.de/de/raab/content/animal/health/dog/26/
http://www.dogs-magazin.de/wissen/hunde-im-alter-40871.html
http://www.tierarzt-hucke.de/Hund/alter%20Hund.html

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